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Leistungsdiagnostik

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Ziele und Grenzen der Leistungsdiagnostik

Die Leistungsdiagnostik ist ein wichtiges Mittel, um den Leistungsstand festzustellen, das Trainingsergebnis zu kontrollieren und das Training zu optimieren. Lange Zeit war Leistungsdiagnostik hauptsächlich Kaderathleten vorbehalten. Seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit zur Leistungsdiagnostik auch für "Normalsterbliche". In Zusammenarbeit mit unserem Partner, dem Therapiezentrum Dr. Erich Blöchinger, kann sich jeder ambitionierte Hobbysportler einer fundierten Leistungsdiagnostik unterziehen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Möglichkeiten und Grenzen der Leistungsdiagnostik zu kennen.

Ziele der Leistungsdiagnostik                                        
Beurteilung der aktuellen Leistungsfähigkeit
Hinweise zur Trainingsgestaltung
Beurteilung der Entwicklung der Leistungsfähigkeit
Intensitätsvorgaben für Wettkämpfe

Formen der Leistungsdiagnostik
Feldtests
Labortests

Im einfachsten Fall wird bei Feldtests nur die Geschwindigkeit und die Herzfrequenz gemessen. Ohne großen Aufwand kann zusätzlich auch die Milchsäurekonzentration (Laktat) während des Tests gemessen werden. Das Ergebnis eines Feldtests wird jedoch immer von den Umgebungsbedingungen wie Wind, Temperatur und Bodenbeschaffenheit beeinflußt, sowie von Technik und evtl. auch von der Taktik. daher ist es nach solchen Tests schwierig zu beurteilen, welche Ursachen für eine Leistungsveränderung verantwortlich sind und welche Teilkomponenten noch zu verbessern sind.

Die äußeren Einflüsse wie Umgebungsbedingungen, Technik und Taktik spielen bei Labortests kaum eine Rolle. Im Vordergrund steht hier die Bestimmung der Leistungsfähigkeit des aeroben Stoffwechsels. Dies geschieht durch die Messung der maximalen Sauerstoffaufnahme. Diese ist das wichtigste Kriterium zur Beurteilung der Ausdauerleistungsfähigkeit. In Kombination mit weiteren Atemgrößen läßt sich die Leistungsfähigkeit umfassend beurteilen. Die sogenannten aeroben und anaeroben Schwellen verlieren immer mehr an Bedeutung, da die Lage dieser schwellen von der Ernährung und vom Regenerationsstatus eines Sportlers beeinflußt wird. Außerdem ist die Aussagekraft von Schwellen in bezug auf die Dauerleistungsfähigkeit geringer, als die der maximalen Sauerstoffaufnahme.

Auch die maximale Sauerstoffaufnahme ist abhängig vom Regenerationsgrad. Deshalb sollten umfangreiche Leistungsdiagnostische Tests nur nach einer Trainingspause von zwei Tagen und gleichzeitig kohlenhydratreicher Ernährung (Anteil ca. 55 -60 % der aufgenommenen Energie) durchgeführt werden. Durch eine sinnvolle Kombination von Labortests und weniger aufwendigen Feldtests ist es möglich, verschiedene, am Zustandekommen einer Leistung beteiligte Faktoren, zu beurteilen.

Zeitpunkte zur Leistungsdiagnostik
- bei Aufnahme bzw. Wiederaufnahme des Trainings
- am Ende oder zu Beginn von Trainingsperioden
- vor der Wettkampfphase
- bei unerklärlichen Leistungseinbrüchen

Dabei sollte jedoch beachtet werden. daß es einige nicht kalkulierbare Größen gibt, die den Trainingserfolg beeinflussen können wie z.B. Muskelfaserstruktur, soziales Umfeld, Ernährung u.a.m. Mit einer Leistungsdiagnostik ist es deshalb nicht möglich auf Anhieb einen bis ins kleinste festgelegten, allgemein gültigen Trainingsplan mit Erfolgsgarantie zu entwickeln. Jedoch kann die Trainingsarbeit durch regelmäßige Leistungsdiagnostik effektiver gestaltet werden.